Themen

1. Struktur und Funktion

2. Krankheitsbilder
       - der  Lendenwirbelsäule
       - der Brustwirbelsäule
       - der Schulter
       - der Halswirbelsäule


Struktur und Funktion

 Für uns ist das Wissen um die Beziehung zwischen Struktur und Funktion von entscheidender Bedeutung. Strukturen (Knochen, Gelenke, Muskeln, Sehnen...) und deren Funktion beeinflussen sich immer gegenseitig und stehen in einer engen Wechselwirkung. Die eingeschränkte Funktion des Gelenks und die damit verbundene schlechte Physiologie führen aufgrund von vermehrter Fehlbelastung zu Veränderungen an der Struktur. Folgen davon sind zum Beispiel Kalkablagerungen, Arthrosen oder Bandscheibenschäden. Diese Situation muss behoben werden, um den geschädigten Strukturen die Möglichkeit der Regeneration zu geben. In Befund und Behandlung unterscheiden wir uns von vielen anderen Therapeuten und Praxen hinsichtlich unserer Sicht- und Herangehensweise. Es ist uns wichtig, dass SIE als Patient über Ihre Symptome Bescheid wissen, um besser damit umgehen zu können. Aus diesem Grund haben wir für Sie einige Krankheitsbilder des Bewegungsapparats kurz zusammengefasst. Da diese Erkrankungen und Beschwerden immer individuell zu betrachten sind, zögern Sie bitte nicht uns anzusprechen.  


 

Die Lendenwirbelsäule 

 

Die häufigste Erkrankung dieser Region ist der "Hexenschuss" (Lumbago). Durch ein Verhebetrauma kommt es zu kompensatorischen Fehlfunktionen im Becken oder den Wirbelgelenken, wodurch die Muskulatur nicht mehr optimal  funktionieren   kann. Dies führt  zu  den   bekannten starken  Schmerzen   und   der   Unfähigkeit   sich zu bewegen. NotwendigeErstmaßnahmen  sind   eine  schmerzarme   Lagerung    

kombiniert mit moderatem Laufen.  

Eine mögliche Folge der gerade beschriebenen Fehlfunktionen kann ein Bandscheibenschaden sein. Normalerweise ist der Kern der Bandscheibe flexibel und passt sich den Bewegungen der Wirbelsäule an. Nach einem Trauma kann es zum Riss des Gewebes kommen, wodurch sich der Kern entweder vorwölbt oder schlimmstenfalls in den Rückenmarkkanal verlagert und zum Bandscheibenvorfall wird. Hierbei kommt es weniger auf die Größe des Vorfalls an, als vielmehr auf den freien Restraum im Rückenmarkkanal und somit die Stärke der Nevenbeeinträchtigung. Auch hier sind neben der ärztlichen Betreuung Entlastung beziehungsweise schmerz- und entzündungshemmende Medikamente ratsam. Nach der akuten Phase sollten die Fehlfunktionen beseitigt werden um dem Gewebe eine optimale Regeneration zu ermöglichen.

 

 

                                   Die Brustwirbelsäule

 

Die Region um die Brustwirbelsäule sollte immer als Einheit mit den Rippen und der Schulter gesehen werden. Aufgrund der anatomischen Gegebenheiten sind Bandscheibenschäden sehr selten. Der Brustkorb ist an sich sehr fest, denn eine der Hauptaufgaben ist der Schutz der inneren Organe. Dies kann allerdings auch zu Einschränkungen führen, denn für alle Rumpf- und Armbewegungen sowie für die Atmung ist ein gewisses Mindestmaß an Beweglichkeit unabdingbar.
Kommt es zu  Fehlfunktionen im Brustwirbelbereich, die meist durch falsche Bewegungen oder Schlafpositionen entstehen, kann dies zu starken Schmerzen führen. Da hierbei meistens auch die Rippen mit betroffen sind, kann der Schmerz stechend und beklemmend erscheinen und mit einer Herzproblematik verwechselt werden. Wichtig ist es die Fehlfunktion der Rippen-Wirbelgelenke aufzuheben, damit die Muskulatur wieder normal funktionieren kann. Andernfalls besteht ein erhöhtes Risiko für chronische Atmungseinschränkungen, Fehlfunktionen des Zwerchfells und Schulterproblematiken.

 

 

 

                        Die Schulter

 

Wie beschrieben sehen wir die Wirbelsäule als häufige Ursache für andere Gelenkprobleme.  Da die Brust-wirbelregion entscheidend zur Beweglichkeit und Blutversorgung des Schultergelenks beiträgt, ist hier immer unser erster Behandlungsansatz. Durch das Beseitigen der Fehlfunktionen ermöglichen wir die Regeneration der betroffenen Strukturen . Die Schulter wird von einer starken Muskelmanschette umgeben, diese ermöglicht ein großes Bewegungsausmaß gepaart mit guter Stabilität. Durch unseren Alltag oder Schonhaltungen kommt es zu muskulären Dysbalancen rund um das Gelenk.  

Die Folge sind häufig Engpässe (Impingements), die zu Entzündungen von Schleimbeuteln und Sehne führen können. Zudem entsteht somit ein erhöhtes Risiko für Arthrosen. Nachdem die Ursachen für diese Engpässe behoben sind, muss die Schulter entlastet werden, um die Entzündung zu heilen. Anschließend ist ein gezieltes Kräftigungsprogramm für die gesamten Rumpf- und Schultermuskulatur ratsam, um ein dauerhaftes Gleichgewicht zu erzielen.

 

                           

                        Die Halswirbelsäule
 

Aufgrund unseres Alltags steigt die Häufigkeit von Beschwerden in der Halswirbelregion massiv an. Besonders durch die tägliche Fehlbelastung am Schreibtisch verändert sich die Haltung und somit die muskuläre Situation. Der steife Nacken ist die erste, harmlose Folge davon. Da diese Region sehr empfindlich und mit zahlreichen Nerven und Blutgefäßen versorgt ist, entstehen  häufig   Begleitsymptome   wie  Kopfschmerz   und   Schwindel.     

Zudem steht das Kiefergelenk in engem  Zusammenhang mit dieser Region und ist häufig die Ursache für diffuse, wechselnde Beschwerden im Gesicht. Durch anhaltende Fehlfunktionen kann es zu Schäden der Bandscheiben kommen. Symptome hierbei sind neben dem Schmerz im Nacken besonders Ausstrahlungen, kribbeln oder Taubheit bis in die Finger. Hier ist es enorm wichtig, den Druck der Bandscheibenvorwölbung zu verringern, um die Reizleitung im Nerv zu verbessern.

Um Beschwerden vorzubeugen oder nicht zu chronifizieren, ist ein höhenverstellbarer Schreibtisch ratsam. Zudem sind ausglei- chende Bewegungen im Alltag und regelmäßiger Sport sehr wichtig.

 

 

                       Das Schleudertrauma

 

Das Schleudertrauma stellt für den Betroffenen und den Therapeuten oft eine große Herausforderung dar. Durch das Trauma sind die HWS-Strukturen stark in Mitleidenschaft gezogen, was sich durch bildgebenden Verfahren leider nur selten diagnostizieren lässt. Für die Betroffenen ist es wichtig, die Ursachen und Zusammenhänge  ihrer komplexen, oft nicht greifbaren  Beschwerden zu verstehen.  Diese liegen in den Fehlfunktionen der oberen Halswirbel, die auf ein eng gestricktes Nervengeflecht immense Auswirkungen haben. Dieses ist eine wichtige Schaltzentrale für das vegetative, also das nicht beeinflussbare Nervensystem. In Folge dessen haben Störungen dieses Bereiches weitreichende Symptome zur Folge:

     ·   Kopfschmerzen und Schwindel
     ·    Chronische Müdigkeit und Energielosigkeit
     ·    Konzentrations-und Schlafstörungen, innere Unruhe
     ·    Kreislaufstörungen und Stimmungsschwankungen
     ·    Augen- oder Ohrensymptome
     ·   Schmerzen am Bewegungsapparat, etc.
 

 

Der Körper versucht die Verschiebung der Kopfgelenke im gesamten Bewegungsapparat zu kompensieren. Die Symptomen können somit andere Körperregionen, sogar die inneren Organen betreffen. Unser Ansatz in der Therapie ist die Beseitigung der Fehlfunktionen insbesondere der Kopfgelenke und gleichzeitig die Auflösung der Kompensationssysteme im gesamten Körper, um möglichst schnell ein Gleichgewicht zu schaffen. Aufgrund der Komplexität der Beschwerden ist es aus unserer Sicht wichtig, nicht zu schnell zu viele Behandlungsimpulse zu setzen, sondern den Körper Schritt für Schritt wieder an die „Normalität“ heranzuführen.

 

 

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