Fachpraxis für funktionelle Wirbelsäulentherapie (FOI),  Physiotherapie & Haptonomie

Sektorale Heilpraktiker Mariana Robben & Sandra Laumann

 

Chronischer Stress - oder unser Körper im Ausnahmezustand

STRESS - wie schlägt es eigentlich von einer gesunden, höchst effizienten, kurzzeitigen Stressreaktion zu chronischem Stress um?

Das ist ein Prozess, der gleichzeitig auf körperlicher und psychischer Ebene stattfindet. Stellen Sie sich nochmal die gesunde, körperliche Stressreaktion vor.

 


Der Wendepunkt


Die gesunde Stressreaktion ist gerade an ihrem Wendepunkt angekommen. Das System stellt fest: "Gefahr gebannt" und fährt herunter. Während dieses Prozesses kommt plötzlich der Chef, die Freundin, der Sohn und will ganz dringend etwas von Ihnen. Oder sie ertasten diese komische Verhärtung unter der Haut...


Und schon springt der ganze Kreislauf erneut an


  •  Abgleichen auf potentielle Gefahr
  • Hormonausschüttung
  • Atmung
  • Blutdruck und Herzschlag
  • Muskelspannung...



    



Das klingt schon beim Lesen anstrengend, oder?

Denn der gesamte Vorgang legt sich quasi "on top" auf die noch längst nicht entspannte Gesamtsituation. Alles läuft erneut auf Hochtouren. Die Runde um den Block, geschweige das kurze Nickerchen rücken in weite Ferne.



Was passiert nun, wenn dies in Dauerschleife geschieht?

Viele Faktoren, die kurzzeitig förderlich sind, können dauerhaft schädlich sein. Unser Körper ist nicht für einen anhaltenden Zustand dieser Art gemacht. Wenn der normale Ablauf der körperlichen Reaktion ständig unterbrochen wird, kann das weitreichende Folgen haben.

  • Die kurzzeitige Erhöhung der Muskelspannung dient zur schnellstmöglichen Reaktion. Langfristig führt es zu schmerzhaften Verspannungen
  • Das schnelle Bereitstellen von Energie dient der Vorbereitung zum Fight or Flight. Auf Dauer führt es zu Heißhunger auf Süßes oder Fettiges, um die Speicher schnell aufzufüllen. Das Diabetisrisiko steigt.
  • Während der akuten Stressreaktion wird das Immunsystem hochgefahren. Läuft es jedoch dauerhaft im verstärkten Modus ist es überlastet. Das Risiko einer Immunschwäche oder schlimmstenfalls einer Autoimmunkrankheit nimmt zu.
  • Durch die Bemühungen unseres Körpers die notwendige Ruhe einzufordern, fühlen wir uns gleichzeitig hundemüde und innerlich unruhig - sowohl tagsüber als auch nachts.
  • In der akuten Phase wird unsere Konzentration immens hochgekurbelt, jedoch sehr fokussiert - wie in einem Tunnel. Die Wahrnehmung um uns herum wird weniger. Langanhaltend führt diese Überlastung zu einer immer kürzer werdenden Aufmerksamkeitsspanne.




Unser System schaukelt sich auf

Wenn die Stressauslöser langanhaltend in unserem Alltag vorhanden sind, wir keinen Ausgleich finden, dann entsteht ganz allmählich ein Teufelskreis. Die ursprünglich gute Stressreaktion kann den vollständigen Prozess bis zur Entspannung nicht mehr durchlaufen. Ein Aufschaukeln der einzelnen Symptome beginnt. Irgendwann ist selbst eine gefühlte Entspannung der Situation auf dem Niveau vom anfänglichen Stress. Ein wirklich bedrohlicher Zustand für unseren Organismus.

Mit diesem Verständnis gilt es nun, es garnicht erst soweit kommen zu lassen.

Das versuchen Sie wie so viele von uns schon seit langem? Doch wieso ist es bloß so schwer kleine Veränderungen in unseren Alltag zu integrieren? mehr dazu hier