Fachpraxis für funktionelle Wirbelsäulentherapie (FOI),  Physiotherapie & Haptonomie

Sektorale Heilpraktiker Mariana Robben & Sandra Laumann


Akuter Stress - wenn der Säbelzahntiger vor der Tür steht

STRESS - was ist das eigentlich aus physiologischer Sicht?

 In der frühen evolutionären Zeit ging es häufig um Gefahren für Leib und Leben. Der Steinzeitmensch war angewiesen auf eine schnelle Reaktion im Körper, um in Bruchteilen von Sekunden Entscheidungen zu treffen...

 

 Fight or Flight


In unserer heutigen Gesellschaft sind wir anderen Gefahren ausgesetzt. Doch egal welche Ursache, die Stress-reaktion läuft immernoch nach dem selben steinzeitlichen Muster ab.


 

Unsere heutige Gesellschaft

In den letzten Jahrzehnten ist viel passiert. Unfassbar große Fortschritte erleichtern uns den Alltag, machen uns mobil, unabhängig und vernetzt. Doch die Medaille hat auch eine Kehrseite. Denn der dadurch entstandene Druck ist allgegenwärtig. Wir stehen ganz neuen Herausforderungen gegenüber und geraten leicht in einen Sog aus Vergleich und Optimierung.


Infolgedessen erleben wir beispielsweise gesellschaftlichen Stress durch

  • etwas müssen, nicht mehr dürfen oder noch schlimmer - wenn die Ungewissheit darüber uns einnimmt  
  • Angst zu versagen oder nicht zu genügen
  • drohende Trennung, Krankheit, Jobverlust...
  • durch das öffentliche Zur-Schau-stellen dieses Dilemmas in den allseits präsenten Social Media




Erkennen Sie sich wieder? Wenn Sie Hilfe brauchen, die Zusammenhänge ihrer Muster und Ängste zu begreifen. Und dadurch neue Möglichkeiten eines liebevolleren und entspannteren Umgangs mit sich selbst entdecken - in den Haptonomie-Begleitungen bekommen Sie den notwendigen vertrauensvolle Rahmen um neue, umsetzbare Ansätze zu erarbeiten und zu etablieren.



 

        

Doch egal welcher Auslöser -  das Muster der Stressreaktion
läuft immer noch genauso ab wie vor Tausenden von Jahren.




Verschiedene Regionen unseres Gehirns werden aktiv, um uns für die bevorstehende Fight or Flight - Reaktion fit zu machen. Nach der Einordnung und Bewertung des Stressors, worauf ich hier näher eingegangen bin, kommt es unverzüglich zur Ausschüttung verschiedener Hormone (u.a. Adrenalin, Kortisol). Zusammen sorgen diese Hormone dafür, dass unserem Körper kurzfristig mehr Sauerstoff und Energie bereitgestellt wird.

  • Atemfrequenz, Puls und Blutdruck steigen
  • Durchblutung und Spannung der Muskulatur nehmen zu
  • Verdauung wird verlangsamt

Zudem merkt sich eine bestimmte Gedächtnisregion des Gehirns diesen Stressauslöser besonders gut, um zukünftig noch schneller auf derartige Stressreaktionen zu reagieren. Ein sehr effektiver und kurzfristig abrufbarer Vorgang in unserem Körper.



Was geschieht dann?

Auf diese gesunde, normal ablaufende Aktion folgt mit "Fight or Flight" eine Bewegungsreaktion. Der Steinzeitmensch geht zum Kampf über oder nimmt die Beine in die Hand und flüchtet.

Doch mal ehrlich, wer von uns rennt schon nach einem Stressgefühl eine Runde um den Block oder flitzt zumindest einmal die Treppe rauf und runter? Eher wenige. Die meisten bleiben vorm PC sitzen oder verharren in der derzeitigen Situation.

Doch genau diese Bewegung it essentiell dafür, die kurzfristig bereitgestellte Energie abzubauen. Dann muss eine Ruhepause folgen, in der der Körper herunterfährt und neue Energie tanken kann. Auch das ist in unserem Alltag eher selten!

Oder sagen Sie zum Kollegen:
"Puh, ich hatte gerade voll Stress! Ich renn eben um den Block und lege mich danach kurz hin...?!"

Somit wird deutlich, dass eine Stressreaktion ansich überhaupt kein Problem darstellt. Sie muss nur komplett ablaufen dürfen und nicht von der nächsten Situation (Stressor) dabei unterbrochen werden. Denn dann droht ein Teufelskreis und das Risiko für chronischen Stress.